Echte römische Küche: Wo Einheimische in Rom essen
Die echte römische Küche ist der triumphale Beweis dafür, dass aus der radikalen, fast trotzigen Schlichtheit weniger Zutaten durch pure kulinarische Intelligenz und stolze Tradition ein bürgerlicher Hochgenuss entsteht, der jede prätentiöse Cuisine mühelos an die Wand kocht.

Caffè Palombini EUR
Das Caffè Palombini all'EUR ist eine legendäre, historische Bar mit angeschlossenem Restaurant im modernen Geschäftsviertel EUR. Gegründet 1963. Berühmt für exzellenten italienischen Kaffee, feine Konditoreiwaren, sehr guten Mittagstisch und den klassischen römischen Aperitivo.

Il Vizio
Hier ist die Aussicht der Star: Wir empfehlen einen Aperitivo, dazu eine Kleinigkeit von der Karte und einen Blick von der Dachterrasse auf die schönste Stadt der Welt. Am besten, man reserviert sich einen Platz in der ersten Reihe des Restaurants Il Vizio des Nobelhotels Bernini Bristol.

Shell - Bistrot
Das Shell | Libreria | Bistrot im Stadtteil Bolgna ist ein einzigartiger Ort, der Buchhandlung, Bistro, Café und Coworking-Space vereint. Fast wie Berlin. Hier gibt es eine hervorragende Lunch-Karte mit guter Pasta, Salaten mit Meeresfrüchten und kreativen Kuchen.
Piatto Romano mit Benigni
Das Piatto Romano ist ein klassischer Familienbetrieb in Testaccio, in dem die Tischdecken schlicht und die Stimmen laut sind. Wer hier Polpette oder die perfekte Cacio e Pepe bestellt, sucht keine Kulinarik, sondern die Wahrheit.
Und die Wahrheit an diesem Nachmittag sitzt am Nachbartisch und heißt Roberto Benigni. Im Piatto Romano wirkt er nicht wie ein Kinostar im Exil, sondern wie der sympathisch hyperaktive Onkel, den die Familie beim Mittagessen am Reden halten muss, damit er nicht vor Begeisterung auf den Tisch springt. Er umarmt den Raum mit Blicken, er zupft eine Artischocke, als wäre sie ein vergessenes Kunstwerk von Bernini. Das ist das eigentliche Kinowunder: Benigni braucht kein Blitzlichtgewitter, ihm genügt die Kulisse einer römischen Nachbarschaftstrattoria, um das Leben in eine einzige, hinreißende Commedia dell’arte zu verwandeln. Man isst seine Pasta, man trinkt den einfachen Hauswein und begreift, dass die größte Kunst oft dort entsteht, wo die Welt am normalsten ist.

Polpette
Carbonara

VostOsteria
Diese Carbonara verweigert erfreulicherweise jede touristische Gefälligkeit: Sie feiert die raue, fast sakrale Allianz aus perfekt emulgiertem Eigelb, der scharfen Salzigkeit des Pecorino und dem archaisch-knusprigen Fett der Guanciale. Die VostrOsteria am Mercato Trionfale ist kein Ort für inszenierte Nostalgie, sondern eine herrlich unaufgeregte Bastion des echten römischen Alltags, in der die Küche ohne kulinarische Hochstapelei genau das einlöst, was die Seele der Stadt seit jeher ausmacht.
Tradition trifft Moderne
Gut essen und trinken kann man selbstverständlich auch in Testaccio, in Garbatella und bei den Kapitolinischen Museen...

Perilli
Die Trattoria Perilli in Testaccio ist eine absolute Institution in Rom. Seit 1911 wird hier authentische römische Küche serviert, von Kellnern mit echter Grandezza. Sämtliche Pasta-Gerichte schmecken köstlich, vorwerg empfehlen wir Frittiertes.

Bauhaus Rome
Das Bauhaus Rome Bistrot liegt im Arbeiterviertel Garbatella. Sein Konzept verbindet Design (allerdings etwas mehr Vintage-Glamour als Bauhaus...) mit moderner Gastronomie. Brunch und Lunch gehen hier Hand in Hand. Salate, Eierspeisen und köstliche Cakes geben der Karte etwas Internationales. Uns hat es an Berlin Mitte erinnert...Ein bisschen Heimat!

Terrazza Caffarelli
Was für eine Aussicht! Der Blick schweift vom Marcellus-Theater über das gesamte Centro Storico bis hin zum Gianicolo-Hügel. Und dazu einen Aperitivo samt köstlicher Taralli, knusprigen Chips und würzigen Nüssen. Bei gutem Wetter sind die Türen des Cafés Caffarelli auf der Terrasse geöffnet. Rom liegt uns zu Füßen...
Lieblingsviertel Testaccio
Testaccio ist der wunderbar unfrisierte Hinterhof Roms, an dessen rauen Kanten aus Schlachthof-Historie und antiken Scherbenbergen sich bis heute das wahrhaftigste kulinarische Leben der Stadt abspielt. Wer den touristischen Inszenierungen des Zentrums entkommen will, findet hier jene seltene, fast melancholische Eleganz, in der die Arbeiterklasse und die Haute Cuisine des Alltags vollkommen unangestrengt miteinander verschmelzen

Ristorante Jole
An der Ecke zum alten Mattatoio verharrt das Ristorante Jole in einer wunderbaren Kühle, die man im römischen Sommer schnell zu schätzen lernt. Es ist unser liebstes Lokal im Viertel, und man ist hier glücklicherweise selten allein unter Fremden; die Römer selbst besetzen die Tische. Sie kommen wegen der Ravioli di Jole, deren Füllung aus geschmacksintensivem Ochsenschwanz eine Verbeugung vor der fleischlichen Tradition des Viertels ist, oder wegen der Tonnarelli Cacio e Pepe, denen eine feine Zitrusnote jene Leichtigkeit verleiht, die der klassischen Küche manchmal fehlt.

Pasticceria Barberini
Die Italiener haben das süße Leben nicht erfunden, aber sie haben ihm in Häusern wie diesem eine beinahe sakrale Form gegeben. Die Pasticceria Barberini gehört zum Besten, was diese Stadt an handwerklicher Dekadenz aufzubieten hat. Die Vitrinen sind gefüllt mit Minitörtchen und Pralinen von einer so präzisen Symmetrie und Schönheit, dass der Griff zur Gabel sich fast wie ein kleiner Kulturvandalismus anfühlt. Und über allem thront die legendäre Torta Barberini – ein Kunstwerk, das man eigentlich ausstellen müsste, wenn das Aufessen nicht noch mehr Freude bereiten würde.

Mercato di Testaccio
Man geht hierher, natürlich, wegen der Artischocken, die so präzise geputzt werden, dass es an Bildhauerei grenzt. Überhaupt besitzt dieser Mercato di Testaccio jene beglückende Ernsthaftigkeit, mit der Italiener Lebensmittel verhandeln – vom makellosen Bio-Fleisch bis zum schnellen Streetfood, das weit über dem Niveau dessen liegt, was man andernorts unter diesem Begriff erleiden muss. Dass man zwischen den Ständen für Gemüse plötzlich vor exquisiter Vintage-Kleidung und nützlichen Haushaltswaren steht, verleiht dem Ort eine beiläufige, fast großbürgerliche Eleganz. Eine auch architektonisch ambitionierte Markthalle, die das alltägliche Leben nicht bloß versorgt, sondern feiert.

Die Poesie der Geduld
Ristorante Velavevodetto
An der eleganten Piazza dei Quiriti beweist Flavio De Maio, dass wahre römische Küchen-Alchemie keinen folkloristischen Kulissenzauber braucht. Das oft missverstandene Prinzip des Slow Food wird im Ristorante Velavevodetto nicht als moralische Belehrung serviert, sondern schmeckt – wie bei den stupend zarten, auf der Zunge zergehenden Involtini – nach einem sakralen Triumph der Geduld. Dass man sich zudem explizit weigert, die US-italienische Touristenfiktion der Spaghetti mit Meatballs anzubieten, zeugt von einem klugen Selbstverständnis. Wem dieser bürgerliche Prati-Ausflug noch nicht genügt, der findet das raurere, beinahe mythische Fundament dieser Küche im eigentlichen Stammhaus im Viertel Testaccio – direkt hineingebaut in jenen antiken Scherbenhügel, aus dem Rom seine kulinarische Identität schöpft.
Centro Storico, Villa Borghese, Ludovisi
Das Caffè delle arti in Villa Borghese ist für Touristen immer noch ein Geheimtipp. Und die Osteria Polese im Zentrum sowie die Fiaschetteria Marini werden eigentlich nur von Einheimischen besucht...

Caffè delle arti
Dieses Restaurant atmet elegantes, intellektuelles Museumsflair, gepaart mit der entspannten Leichtigkeit eines italienischen Sommerabends. Man geht ins Caffè delle arti, um im leisen Klirren der Gläser zu begreifen, dass der Aperitivo die eleganteste Form des intellektuellen Müßiggangs ist. Zudem ist der Lunch in- oder outdoor eine echte Entdeckung!

Fiaschetteria Marini
Tonnarelli alla Carbonara, Bucatini all'Amatriciana und Cacio e Pepe... Mehr muss man eingentlich nicht sagen über die hervorragende Küche der Fiaschetteria Marini nahe der Piazza della Repubblica mit fairen Preisen und einem charmanten Retro-Ambiente. Unbedingt reservieren!

Trattoria Polese
Ein Besuch des Centro Storico ist für uns auch immer ein Besuch bei Polese. Zuerst gibt's einen Salat mit Fenchel und Orangen, danach Ossobuco mit Piselli. Und auch die Pizza ist hier ganz hervorragend, der Ofen wird schon zur Mittagszeit angeworfen. Wir sitzen übrigens fast immer draußen - unter dem Dach üppigster, alter Kastanien!