Rom für Fortgeschrittene
Rom wird täglich von Millionen Augen fotografiert und doch von den wenigsten wirklich gesehen. Wer die Stadt nur als Kulisse ihrer eigenen Vergangenheit begreift, verpasst ihr eigentliches Leben – das Authentische, das Kulinarische, das Verborgene.
Dieses Blog ist der Gegenentwurf zum Pauschaltourismus. Geschrieben von Stefanie und Frederik Hanssen, die den Berliner Pragmatismus gegen die römische Ewigkeit eingetauscht haben.
Wir führen Euch vorbei an den Schlangen der Vatikanischen Museen, hinein in versteckte Hinterhöfe, zu unentdeckter Kunst und in jene Trattorien, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Es ist eine Liebeserklärung an eine Stadt, die man erst dann versteht, wenn man vergisst, dass man Tourist ist.
Genuss "con amore"
Rom ist eine Stadt, die sich gern an ihre glorreiche Vergangenheit klammert, während sie von den Horden, die sie anbeten, fast erdrückt wird. Wer das wahre Rom sucht, muss die Piazza Navona meiden und sich in die engen, lauten Gassen hinter dem Termini-Bahnhof oder in die rauen Winkel von Trastevere flüchten.
Dort, wo der Wein aus dem Lazio gereicht wird, die Pasta nach Pecorino und Geschichte schmeckt und der Wirt einen ansieht, als wäre man ein verlorener Cousin, dort ist die Stadt noch sie selbst. Es ist ein Flanieren durch den Verfall, eine kulinarische Rückbesinnung, bei der man feststellt: Das Beste ist selten dort, wo die Schlange am längsten ist, sondern dort, wo man die Tür fast übersieht.
Wir haben unsere Lieblingsrestaurants und Bars in und um Rom herum für Euch zusammengestellt.

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Persönliche Insider-Tipps
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Geheime Orte
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Ausgewählte Restaurants & Cafés

Unsere Lieblingsorte
Das wahre Rom offenbart sich erst dort, wo der Lärm der Stadt verstummt. Es sind die Orte, die sich nicht anbiedern – versteckte Kreuzgänge, in denen das Licht die Zeit bricht, oder vergessene Parks, die den Duft von wildem Rosmarin und jahrhundertealtem Staub verströmen. Es ist eine Kunst, sich "absichtslos" in Gassen zu verlieren, die kein Algorithmus empfiehlt, und an Orte zu gelangen, deren Magie gerade darin liegt, dass sie schweigend auf diejenigen warten, die noch richtig hinsehen können.
Kennt Ihr den wunderschön-verwunschenen Park Pineta Sacchetti in Aurelio? Oder den Parco Archeologico del Celio mit seinem unvergleichlichen Blick aufs Colosseum und den Palatin? Hier geht es zu unseren Geheimtipps...
Kunst, Kultur, Antike
Das wahre Privileg jedes Rom-Reisenden liegt heute im Verzicht auf die langen Schlangen. Entdeckungen macht man dort, wo die Aufseher noch Zeitung lesen und das Licht flach durch jahrhundertealte Fenster fällt – in den vergessenen Palazzi der Aristokratie, unterhalb eleganter Sakralbauten oder in kleinen, eigenwilligen Sammlungen. Diese Orte buhlen nicht um Aufmerksamkeit. Ihre Magie liegt in der Stille und in dem Gefühl, der Einzige zu sein, der die Schönheit eines vergessenen Meisterwerks in diesem Augenblick ganz für sich allein besitzt. Das kann ein morgendlicher Besuch der Trajans-Märkte sein oder ein einsamer Spaziergang entlang der Appia Antica, hin zu den antiken Zeugnissen der Villa dei Quintili..


Kleine Schätze
Man muss die Stadt dort suchen, wo sie ihre Intimität noch nicht für das Massenselfie verkauft hat. Im Palazzo Barracco betritt man einen Renaissance-Palast voller antiker Skulpturen, in dem die Stille so greifbar ist, dass man das Atmen der Jahrhunderte hört. Und im Apartment von Sandro Pertini, der Ende der 70er Jahre Staatspräsident war, blickt man direkt über die Dächer der Stadt auf die Fontana di Trevi. Diese Orte lohnen sich nicht, weil sie spektakulär boomen, sondern weil sie uns das seltenste Gut des modernen Reisens schenken: die ungestörte Begegnung mit der Geschichte.
Leben in Rom
Wer es wagt, so wie wir, seinen Lebensmittelpunkt nach Rom zu verlegen, flieht nicht vor der Realität, sondern kapituliert bedingungslos vor der Schönheit. Es ist unser heroische Versuch, den eigenen Alltag inmitten einer Kulisse aus Ewigkeit und majestätischem Chaos neu zu erfinden. Am Ende wird man mit einer Existenz belohnt, die zwar permanent improvisiert wirkt, aber eben auch permanent wie großes Kino anmutet. Was es dabei zu beachten, zu bedenken gibt, erfahrt Ihr hier...

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