Leben in Rom

01

Wohnungssuche

Mieten oder Kaufen?

Kaufen einer Wohnung in Rom ist ein 'Hard Asset'-Investment, das sich nur dann lohnt, wenn ihr viele Jahre dort leben wollt. Wenn nicht, ist Mieten die flexiblere Wahl. Allerdings: in Rom (wie in ganz Italien) gibt es nur einen sehr, sehr kleinen Mietmarkt. Verglichen mit Berlin oder München sind die Preise für Wohnungen relativ moderat, , es sei denn, ihr wollt unbedingt im Centro Storico wohnen. Wendet Euch am besten an eine Makleragentur und vereinbart ein persönliches Treffen. Nur dann werdet ihr Ojekte sehen, die Euch zuvor im Netz interessiert haben.

02

Steuernummer beantragen

Codice Fiscale

Wer in Italien auch nur das Geringste bewegen will – eine Wohnung mieten oder kaufen, ein Bankkonto eröffnen, eine SIM-Karte erwerben –, prallt unweigerlich gegen die erste und wichtigste Wand der italienischen Bürokratie: den Codice Fiscale. Es ist die Chiffre des italienischen Seins. Ohne diese Kombination aus Zahlen und Buchstaben existiert man in den Augen des Staates schlichtweg nicht. Wir schlagen vor, den Code vor Ort zu verlangen, und sich in die Höhle des Löwen zu begeben: die Agenzia delle Entrate. Man betritt Räume, die nach Espresso und jahrzehntealter Aktenluft riechen. Man zieht eine Nummer. Man füllt das Formular AA4/8 aus. Hier entscheidet kein Algorithmus, sondern ein höflicher Beamter, der ihn vergibt. Schlussendlich bekommt man ihn immer. Am besten, Ihr macht Euch mit den Formalien vorab vertraut.

03

Strom- und Gasverträge schließen

Telefonieren ist essenziell

In Italien, diesem Land, in dem die Realität stets nur ein vorläufiger Vorschlag der Bürokratie ist, genügt ein Klick im Internet nicht. Ein Strom- oder Gasanschluss ist kein technischer Akt, sondern eine Ehe. Und wie bei jeder guten Ehe, muss man dem Partner – in diesem Fall einem Callcenter-Agenten, der sich in den labyrinthischen Strukturen des Codice Fiscale verloren hat – immer wieder versichern, dass man noch da ist. Es ist ein Akt der Unterwerfung unter das Gesetz der Carte, ein rituelles Telefonat. Hier braucht man definitiv eine italienische Mobilnummer. Siehe Punkt 02...

04

Netzwerk aufbauen

Expats in Rom

Man zieht nicht einfach nach Rom, man begibt sich in eine Verschwörung der Zugezogenen. Facebook-Gruppen sind die modernen Salons, in denen man das Netzwerk knüpft, ehe der erste Aperitivo überhaupt serviert ist.

05

Ein Portiere im Haus

Roms gute Seelen

Ein Portiere in Rom ist kein bloßer Pförtner, sondern der Choreograf des Übergangs vom Chaos der Straße in die Abgeschiedenheit des privaten Raums. Er ist der unbestechliche Hüter einer bürgerlichen Ordnung, die ohne ihn längst im römischen Alltagsgetriebe untergegangen wäre. Wo Algorithmen heute versagen, regiert er mit der Grandezza eines stummen Diplomaten, der Pakete entgegennimmt, Geheimnisse bewahrt und dem Haus seine Würde erhält. Er ist der letzte zivilisatorische Filter einer Stadt, die ohne diesen treuen Wächter schlicht unbewohnbar wäre. Unser Rat: immer den freundlichen Dialog zum Portiere suchen und ihn hin und wieder für sein Dasein mit einem kleinen "Extra" belohnen.

06

MIC Card erwerben

19 Museen für (Neu-)Römer

Für gerade einmal 5,- EUR im Jahr ist die MIC Card ein absolutes Muss: Sie macht Kultur zum unbegrenzten Alltagserlebnis. Schluss mit Warteschlangen, stattdessen freier Eintritt in alle städtischen Museen und archäologischen Stätten – ein Jahr lang, jederzeit, so oft man will. Ein Geniestreich für Bewohner, die ihre Stadt nicht nur besuchen, sondern leben. Selbstverständlich müsst Ihr Euren Codice Fiscale vorzeigen, um in den Besitz der Karte zu bekommen. Schließlich ist sie ausnahmslos für Römer erfunden worden...

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